Entfalte dein Potential – durch natürliche Bewegung (1)

Bewegung (?) Natürlich natürlich!

Teil 1 – Ausgangssituation

 

Dein Körper ist immer bestrebt Energie zu sparen. Was das bedeutet?

Du bist von Natur aus faul.

Du bist der moderne ’sportliche Typ‘? Dann machst du es dir sicher nicht einfach. Du vergleichst und suchst Gründe, wofür du mehr oder weniger Geld ausgeben solltest.

Rehasport vs. Bodybuilding. Vereinssport, Kursangebote, Zirkeltraining. Splitttraining, Ganzkörpertraining & Trainingsbetreuung. CrossFit, funktionales Training, Personal Training und Homefitness. Haltungsoptimierende Kleidung, fettverbrennende T-Shirt´s…

 

Hast du dich entschieden?

 

Moderne Fitnessstudios bestechen durch eine Vielzahl an Geräten und Maschinen. Computer übernehmen die Überwachung, Gewichte sind berechnet und voreingestellt, selbst die Sitzfläche fährt automatisch in die richtige Höhe. Der Fitnessclub von heute setzt auf Bequem, Bunt & Laut und den Wenigen, die überhaupt etwas tun, wird enorm viel geboten.

Bist du eher der ‚Sportmuffel‘ und wartest auf das nächste Rezept um bewegt zu werden, oder ziehst dir eine Art Taucheranzug an, um deine Muskeln mit elektrischem Strom zu stimulieren?

Wir sind so erfindungsreich, wenn es darum geht uns nicht zu bewegen, dass man allein hiermit Bücher füllen könnte.

 

Ich denke: Use it or lose it!

 

Ein interessantes Prinzip. Evolutionär betrachtet ein lebensrettendes Programm in Zeiten der Not. Der ’schreckliche Hulk‘ wird zu ‚Dr. Banner‘. Große, schnell verbrauchte Kraft weicht ausdauerndem Minimalverbrauch. Was das mit dir zu tun hat? Bei Nichtgebrauch reduziert sich deine Muskulatur auf ein Minimum und in Folge wird Energie bereitgestellt. Aber wofür? Wann war deine letzte Hungersnot?

Das Problem ist, dass unsere Körper konstruiert ist, um täglich mehrere Stunden bewegt zu werden. Wie keine andere Spezies, nutzen wir dafür ein Repertoire an Bewegungen wie Laufen, Springen, Sprinten, Klettern, Hangeln und Kriechen. Gleichzeitig ist die Effektivität unseres Handelns kaum zu übertreffen. Aber anstelle diese Fähigkeiten in der Hoffnung etwas Essbares zu finden, zu nutzen, geraten wir auf der Couch sitzend in Stress, weil der Pizzamann die 30 Minuten Marke überschritten hat.

Natürlich nicht lange, denn die Pizza ist ja jetzt umsonst.

Was uns einst in Zeiten der Knappheit das Leben rettete, wird uns durch modernen Überfluss zum Verhängnis und die Dinge die uns das Leben erleichtern sollten, schonen uns zu Grunde.

Fettstoffwechselstörung, Diabetes, Rückenbeschwerden, Plattfuß. Hallo erstmal!

 

Die Änderung des Erscheinungsbildes durch Muskelaufbau ist gleichzeitig die dringlichste optische wie auch gesundheitliche Absicht des typischen Freizeitsportlers, der an Maschinen, mit seinem Körpergewicht, mit Hanteln oder ähnlichen Tools trainieren möchte.

Es gibt eine Vielzahl von Angeboten und eine schier unendliche Liste von gegensätzlichen Meinungen. Mit diesem Artikel möchte ich durch einfache Gegenüberstellungen und ohne Fachchinesisch etwas Klarheit zu schaffen und hoffe dadurch natürlich auch anzustiften.

Grundsätzlich kann das übergeordnete Ziel mit der einen wie mit der anderen Variante erreicht werden, denn der aktive Aufbau von Muskulatur ist klar besser als träge Passivität.

Wesentliches Merkmal von Trainingsmaschinen ist die Verwendung von Stütz- und Sitzpolstern. Während die Kraft bei einer selbst zu stabilisierenden Übung in einem natürlichen Verlauf vom zu bewältigenden Gewicht, durch den Körper, zum Boden hin fließt, ist der Kraftfluss bei einer Maschinenübung zum Polster hin gerichtet. Das Nerv-Muskel Zusammenspiel, kann bei solchen eindimensionalen Übungen, häufig mit nur einem beteiligten Gelenk, fein dosiert und einfach durchgeführt werden.

Isolationstraining erhöht also die Konzentration auf den einzelnen Muskel, wodurch dieser maximal und darüber hinaus trainiert werden kann. Gute Ermüdungsresistenz und bessere Erholungswerte, Muskelwachstum sowie Maximalkraft sind nur ein paar der vorteilhaften Ergebnisse. Die Ausarbeitung eines das normale Maß übertreffenden Muskelquerschnitts stellt nicht nur im Bodybuilding ein beliebtes Ziel dar.

Die Zusammenarbeit verschiedener Muskeln bei einer Bewegung gewinnt an Bedeutung, je mehr Gliedmaßen an der Durchführung und der Stabilisierung dieser beteiligt sind. Je mehr Muskeln Widerstände überwinden, diesen nachgeben oder die Gleichen halten müssen, desto höher ist der koordinative Anspruch. Um ganze Bewegungen zu erlernen, sie zu automatisieren und sie schließlich Grenzen überwindend durchzuführen ist der Konzentrationsprozess noch verzweigter.

Verbesserungen von Koordination, Kraft, Stabilität, Beweglichkeit und Körperhaltung sowie der Aufbau einer harmonischen Skelettmuskulatur erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber unserer täglichen Gewohnheiten, Haltungen und Handlungen.

Im Kontext: Je vernetzter die intramuskuläre Versorgung mit Nerven, desto höher die Anzahl der herangezogenen Muskelfasern. Je verzweigter die intermuskuläre Verschaltung mehrerer Muskeln, desto effizienter der nötige Krafteinsatz bei der Bewegung.

Effizient sind muskuläre Überbetonungen nicht. Einer Masse von etwa 650 interagierenden Skelettmuskeln entnommen, wirkt isoliertes Trainieren einzelner Muskeln eher wie Chiptuning. Doch selbst dieser Vergleich hinkt, da eine Leistungssteigerung durch das Hervorheben einzelner Strukturen nur bedingt zu erwarten ist. Trefflicher ist daher wahrscheinlich der Gedanke an einen Opel Corsa 1.0 12 V (3L Verbrauch!) mit der Bereifung eines Ferrari 360 Modena.

Es ist nicht einfach, eingeschliffene Bewegungsmuster abzulegen oder sie gar mit neuen Mustern zu überschreiben. Ein Training betreffend, kann das durchaus als Nachteil angezeigt werden. Nun – wenn das Grund genug ist, den Bierkasten weiterhin mit runder Brust- und hohler Lendenwirbelsäule, vorn über gekippten Schultern und kollabierenden Sprunggelenken in die 5. Etage zu tragen, bitteschön. Aber andererseits sind gerade unvollständige Bewegungen die Ursache von den Problemen, weswegen der eine oder andere ins Fitnessstudio geht.

Ein Teufelskreis…

 

Bei fast jedem von uns, ruft unser Alltag Schmerzen hervor. Wie ist das bei dir?

Falls du zu den 20% derjenigen gehörst, die entschieden haben, etwas für die Gesundheit zu tun, sollten es vernünftige Training’s sein. Der individuelle Fokus sollte lauten: dein Alltag, deine Situation und dein Ziel. Wird das von deinem Trainer weder abgefragt, noch diagnostiziert, such dir einen besseren. Am besten sofort.

In der Folge rede ich vom Aufbau „intelligenter Muskulatur“, welche sich dadurch auszeichnet, dass ein Muskelgedächtnis geschaffen wird, welches das Verlangen nach Aufmerksamkeit verringert.

Denkst du lange nach, wie du am Besten die Treppe hoch steigst? Oder gehst du einfach hoch?

 

‚Ohne Gedächtnis ist alles neu!‘

 

Ich stelle mir folgendes vor:

Ich stehe an einem See, dessen Rand schulterhoch mit Schilf bewachsen ist. Um darin baden zu können, muss ich mir einen Weg durch das Schilf bahnen. Das ist sehr anstrengend und ich muss mich konzentrieren, um nicht vom Weg abzukommen. Doch ich werde immer besser und schließlich habe ich mich durchgeschlagen. Bereits auf dem Rückweg nach dem ersten Bad ist da ein kleiner Pfad zu erkennen, dem ich etwas leichter folgen kann. In den nächsten Tagen gehe ich täglich an meine Badestelle, nehme immer den gleichen Weg und mein Pfad wird immer breiter.

Der Aufbau eines Nervenpfades und eines Muskelgedächtnisses geschieht auf ähnliche Weise. In der Folge wird der Nervenpfad breiter, stärker und viel robuster. Interagierende Nerven, Muskelfasern und Sensoren vernetzen sich fortlaufend, wodurch das zentrale Nervensystem immer mehr Gewebe, Organe und Körperteile mit motorischen, sensiblen oder vegetativen Nerven versorgt. Bewegungen werden daher sicherer, kräftiger und tauglicher.

 

 

Die Verbesserung eines Bewegungsablaufs ist gekennzeichnet durch schnellere und sicherere Ausführung. Optimal verläuft sie, wenn sie ohne Verlust von Energie und Zeit zum Ziel führt. Sie wird ökonomisiert, wenn der Ablaufes in sich perfekt ist. Hierbei ist die Ausrichtung der einzelnen Teile zueinander enorm wichtig. Dafür wird unser Bewegungssystem in einen passiven (Skelett: Knochen, Knorpel und Gelenke) und einen aktiven Teil (Muskeln und Sehnen) untergliedert. Faszien nehmen aktueller Meinungen nach, wohl einen Bereich dazwischen ein.

Damit die tragenden, stützenden und absorbierenden Strukturen – die so passiv gar nicht sind – in optimaler Weise funktionieren, müssen sie wie bei einem Getriebe ideal ineinander greifen. Im besten Fall geschieht dies, Füße und Hände benutzend, gegenüber der Schwerkraft. An diese haben wir uns schließlich weit mehr als nur die letzten 300.000 Jahre als Homo Sapiens gewöhnt und angepasst. Sie ist die formende Kraft auf unserem Planeten und daher auch für unseren Körper.

Gravitation ist der Widerstand, an welchem sich die Dichte unserer Knochen und die Stärke unserer Muskeln definiert. Wenn die senkrechte Körperachse aus dem Lot kommt, gleicht der Körper das statisch muskuläre Gleichgewicht aus. Geschieht dies für einen längeren Zeitraum, ist von Anpassung die Rede.

Das ‚aktive System‘ gerät unter dauerhaften Stress, da die fehlende vertikale Stütze über das ‚passive System‘ fehlt.

Für viele ist genau das der Moment, eine Entscheidung zu treffen. Fitnessstudio‘s gibts schließlich wie Sand am Meer. Es kann aus genannten Gründen nicht falsch sein, sich endlich zu bewegen. Der steife Nacken muss endlich gestärkt werden damit die Kopfschmerzen aufhören und ein starker Rücken kennt schließlich keinen Schmerz. Moderne Maschinen sind benutzerfreundlich, selbsterklärend und ums Geld kann’s bei den Preisen auch nicht gehen.

Sixpack, praller Po und Diskobizeps. Also los.

Auf, auf und davon!

Oder?

 

Konnte ich dir behilflich sein, die Spreu vom Weizen zu trennen?

Trägst du dich mit dem Gedanken etwas für deine Gesundheit und deine körperliche Fitness zu tun, zögere nicht länger. Du bist verantwortlich für deinen Körper, kein anderer!

HIER kannst du mir Nachrichten schreiben oder mich am besten sofort anrufen um einen kostenlosen Beratuungstermin auszumachen.

Ich freue mich auf dich, lass uns loslegen.

 

André

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