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Wer ich bin
Erstellt am:
05.02.2026
Wer ich bin –
und warum ich kein „Fitnesstrainer“ bin
Ich habe früh gelernt, was Leistung verlangt –
und später, was sie kostet.
Meine sportliche Laufbahn begann im Turnen und führte mich in den Leistungssport Eisschnelllauf, bis in den Nationalkader. Struktur, Disziplin, Wiederholung – das war kein Ideal, sondern Alltag. Nach der Sportkompanie der Bundeswehr endete dieser Abschnitt. Was blieb, war ein leistungsfähiger Körper – und ein System, das bereits deutliche Warnsignale sendete: anhaltende Rücken- und Knieprobleme, die mich über Jahre begleiteten.
Mit 30 kam der Bruch: Bandscheibenvorfall, jahrelange, sich steigernde Schmerzen, schließlich Operation und Reha. Parallel dazu scheiterte ich auch beruflich. Diese Kombination war entscheidend für mein heutiges Verständnis:
Rückenprobleme sind selten rein mechanisch. Belastung ist nicht nur Gewicht – sie ist Kontext.
Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass ein Körper nicht dauerhaft tragfähig sein kann, wenn das gesamte System – körperlich, mental, organisatorisch – aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Wendepunkt: vom „mehr machen“ zum „richtig organisieren“
In der Reha wurde mir klar:
Nicht mein Körper war das Problem – mein Trainingsverständnis war unvollständig.
Ich änderte mein Umfeld, meine Gewohnheiten und meine Bezugsrahmen. Ich zog nach NRW und absolvierte die Ausbildung zum Lehrer für Fitness. Dieser Titel beschreibt meine formale Qualifikation – aber nicht meine berufliche Identität.
Ich bin kein Fitnesstrainer.
Und ich arbeite auch nicht im klassischen Sinne „im Fitness“.
Heute bin ich schmerzfrei, weil ich gelernt habe, Kraft als Fähigkeit zu entwickeln – nicht als optisches Ziel. Und weil ich an Menschen geraten bin, die genau diesen Unterschied leben.
Ich arbeite seit über 25 Jahren als Trainer, davon rund 10 Jahre selbstständig.
Wo ich herkomme –
und warum „Krafttrainer“ nur halb stimmt
Ich komme aus drei Richtungen, die mein Denken bis heute prägen:
Turnen – Spannung, Körpergefühl, Kontrolle
Eisschnelllauf – zyklische Belastung, Präzision, Wiederholbarkeit
klassisches Fitnesstraining – inklusive der Erkenntnis, wo dieser Ansatz endet
Dazu kommt ein solides physikalisches und biomechanisches Verständnis. Bewegung folgt Regeln. Belastung auch. Wer sie ignoriert, zahlt – meist nicht sofort, aber zuverlässig.
Ich nenne mich häufig Krafttrainer, weil es der verständlichste Begriff ist.
Tatsächlich beschreibt er meine Arbeit nur unzureichend.
Treffender wäre:
Lehrer für Kraftentwicklung und Belastungsorganisation
Von außen sehen wir oft aus wie „die Typen, die pumpen gehen“.
Diese optische Wirkung ist ein Nebeneffekt – nicht das Ziel.

Mein Axiom
Ich glaube an Rechtschaffenheit, an Ursache und Wirkung (Karma), an Beständigkeit, Respekt und Ehrlichkeit. Diese Werte sind kein Beiwerk – sie bestimmen, wie ich trainiere und wann ich abbreche.
Training ≠ Sport
Ich trenne klar:
Sport ist spezifisch
ziel- und zweckorientiert, ergebnisgetrieben.Training ist generisch
es entwickelt Fähigkeiten, die Leistung überhaupt erst ermöglichen.
Viele Menschen – auch ambitionierte Athleten – verwechseln beides. Im Kraftraum wird „irgendetwas mit Gewicht“ gemacht und Training genannt. Die Folgen sind bekannt: Stagnation, Überlastung, chronische Beschwerden.
Mein Standpunkt ist eindeutig:
Kraft ist kein Rohstoff.
Kraft ist eine erlernbare Fähigkeit.
Meine Stationen – und warum diese Ausbildungen nicht vergleichbar sind
Ich habe meinen Weg bewusst nicht ausschließlich über die üblichen Fitness-Lizenzen aufgebaut. Diese erfüllen einen Zweck – sie vermitteln Grundlagen für den Breitensport.
Was sie nicht leisten: tiefe Technikstandards, wiederholte Leistungsüberprüfung und internationale Vergleichbarkeit.
RKC – Russian Kettlebell Challenge (Level 1 & 2)
Die RKC war lange der Goldstandard des Hardstyle-Trainings: technisch streng, leistungsorientiert, mit realen Prüfungen unter Ermüdung. Sie verlangte nicht nur Wissen, sondern körperlichen Nachweis. 2017 machte ich hier meine erste Instructorausbildung.
Flexible Steel (Instructor Level 1 & 2)
Flexible Steel ist kein Dehnprogramm, sondern ein hochprogressives System, das Beweglichkeit und Kraft gleichzeitig entwickelt. Relevant ist nicht nur der Inhalt, sondern die Denkschule: Anpassung ohne Substanzverlust. Flexible Steel und StrongFirst arbeiten heute bewusst zusammen – nicht zufällig. Seit 2018 bin ich ein Teil dieses exklusiven Teams.
StrongFirst – Elite Instructor (seit 2025)
StrongFirst ist keine Ausbildungsplattform im klassischen Sinn, sondern eine internationale Schule für Kraft mit extrem hohen Standards.
Ich bin dort zertifiziert als:
Kettlebell Instructor Level I & II
Barbell Instructor
Bodyweight Instructor
Damit gehöre ich seit 2025 zum kleinen Kreis der StrongFirst Elite Instructors – ein Status, der nur gehalten wird, wenn alle Disziplinen regelmäßig und unter einheitlichen Kriterien erneut geprüft werden.
Im deutschsprachigen Raum ist diese Kombination selten. Nicht, weil andere es nicht dürften – sondern weil nur wenige bereit sind, diesen Weg konsequent zu gehen.
Diese Zertifizierungen sind keine Logos.
Sie sind ein Qualitätsfilter.

Seit 2019 gehöre ich zur weltweiten Bruder- und Schwesternschaft der Stärke von StrongFirst – einer globalen Elite von Instruktoren für Kraftentwicklung, die kompromisslose Qualitätsstandards mit gegenseitigem Lernen verbindet. Heute betreibe ich das derzeit einzige StrongFirst-akkreditierte Trainingsstudio in Deutschland.
ARC – mein eigenes System (Jing & Yang im Training)
Aus all diesen Erfahrungen – Leistungssport, Scheitern, Reha, internationale Lehrsysteme – ist mein eigenes Rahmenwerk entstanden: ARC.
ARC steht für aktive Spannungs- und Bewegungsorganisation.
Es beschreibt das Wechselspiel von:
Vorspannung und Bewegung
Stabilität und Freiheit
Jing und Yang im Training
Nicht als philosophische Metapher, sondern als praktisches Steuerungsmodell:
Wann halte ich Spannung?
Wann lasse ich sie zu?
Wann eskaliert eine Fähigkeit – und wann zerstört sie sich selbst?
ARC ist kein Ersatz für Hardstyle oder StrongFirst.
Es ist das Bindeglied, das Ordnung schafft – dort, wo Systeme oft nur nebeneinanderstehen.



Für wen diese Arbeit ist
Diese Arbeit richtet sich an Menschen, die Orientierung suchen:
nach Verletzungen oder chronischen Beschwerden
nach dem Ende einer sportlichen Laufbahn
nach Training, das trägt, statt kurzfristig zu beeindrucken
Sie richtet sich ebenso an aktive Sportler – vom ambitionierten Nachwuchs bis zum erwachsenen Profi –, die verstanden haben, dass Leistungsfähigkeit nicht aus mehr Training entsteht, sondern aus besser organisierter Belastung.
Ich arbeite mit Athleten aus unterschiedlichsten Disziplinen, die eines gemeinsam haben: hohe Anforderungen an Kraft, Spannung, Koordination und Belastungstoleranz. Dazu gehören unter anderem:
Tischtennis – die schnellste Ballsportart der Welt
Eisschnelllauf – kraftvoll, schnell, dynamisch; für mich bis heute einer der schönsten Sportsysteme
Bahnradsprint – kompromisslose Leistung, maximale Kräfte, minimale Fehlertoleranz
Bobsport – Sprinter und schwergewichtige Athleten unter extremer Last
Fußball, Volleyball, Kampfsport
Diese Sportarten unterscheiden sich stark – die Prinzipien, die sie leistungsfähig machen, nicht.
Meine Arbeit zielt nicht auf sportspezifische Tricks, sondern auf die Grundlagen, die in jeder Disziplin entscheiden: Kraft als Fähigkeit, saubere Spannungsorganisation, Wiederholbarkeit unter Ermüdung.
Wer genau das sucht, ist hier richtig.

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